Dobova, Kroatien, 29. Dezember 2015

Die Polizei war sehr aggressiv. Die Kommunikation zwischen den slowenischen Polizisten und denen aus dem EU-Ausland lief nicht besonders gut, so dass Geflüchtete immer wieder unterschiedliche Anweisungen bekamen und angeschrien wurden – für Handlungen, die ein anderer vorher erlaubt hatte.  Es ist erschreckend, wie viele Menschen ohne warme Kleidung dort ankommen.

In der ersten Nacht in Dobova kamen sehr viele Flüchtlinge an. Es herrschte teilweise eine etwas aufgeheizte Stimmung bei den Flüchtlingen und der Polizei – alle Freiwilligen hatten alle Hände voll zu tun, deeskalierend zu arbeiten. In der zweiten Nacht war es etwas ruhiger.

12506590_Dobov_2

Am ersten Januar sind tagsüber zwei Züge mit über tausend Personen angekommen. Es gab einen Streik der mazedonischen Verkehrsbetriebe, weshalb es zuerst fälschlicherweise hieß, dass keine Züge kommen würden.

Am 31sten hieß es, dass wohl die nächsten zwei Tage keine Züge aus Kroatien eintreffen würden, da die Kroaten die Grenzen schließen wollten. Abends umzehn kam der nächste Zug mit über 1000 Menschen. Außerdem kamen Menschen in Bussen von der österreichischen Grenze zurück. Sie sollten in Dobova erneut registriert werden und sich dann wieder auf den Weg nach Österreich machen. Die Situation ändert sich täglich, als die Helfer der Refgees Foundation vor Ort waren saßen die RückkehrerInnen tagsüber in Zelt zwei, sie wurden alle acht Stunden mit essen versorgt. Am ersten Januar war noch nicht bekannt, wann es für sie weitergehen würde.

Comments are closed.