Hilfseinsatz der Refugees Foundation in Calais/Dünkirchen III

von Daniela Neuendorf

Liebe Freunde,
heute sind wir unseren dritten Hilfseinsatz in Calais zurückgekehrt. Wir waren dieses Mal im Dschungel von Calais und in Dünkirchen.

Wir haben schon viel gesehen: Fluchtrouten und Camps in Serbien, Kroatien, Griechenland,…aber Dünkirchen in Frankreich übersteigt jedermanns Vorstellung von Unmenschlichkeit.

2500 Menschen, davon ca. 1000 Kinder leben unter unbeschreiblichen Umständen im Dreck. Der Schlamm ist wadenhoch, es riecht nach Hühnerstall und es liegt überall Müll. Ein Begehen des Camps ist ein Spießrutenlauf zwischen Abfällen, Exkrementen, toten Ratten und Schlamm. Jeder Schritt will wohl überlegt sein.

In diesem Schlamm “leben” die Menschen in Zelten, die 30cm tief eingesunken sind. Alles ist nass und dreckig. Es gibt nur eine Handvoll Dixie-Toiletten und kein fließend Wasser. Keinen Strom gibt es auch. Das Camp wird von einer Schleusermafia kontrolliert und Menschen, die kein Schutzgeld zahlen können, denen werden die gespendeten Lebensmittel wieder abgenommen. Die meisten sind Kurden aus Syrien und dem Irak und hoffen auf eine Schleusermöglichkeit nach Großbritannien.

Wir haben vor Ort Lebensmittel für ca. 800 Menschen gekauft, verpackt und ausgegeben. Dazu viele Stunden im Warenhaus von Care4Calais gearbeitet und die Großküchen mit fertig geputzem Gemüse 1000 Eiern und 300 Broten versorgt. Uns hat ein Team von Journalisten begleitet, die diese unmenschlichen Zustände gefilmt haben und für einen großen deutschen Sender aufarbeiten.

Ich bin stolz auf das Team, dass neben Lebensmitteln, Decken und warmer Kleidung auch immer ein Lächeln in die Trostlosigkeit der Camps gebracht hat.

Mit Dominique, Nora, Sam, Alfred Peter, Katrin, Gülsüm, Ayse, Cosi, Lisa, Esther, Malte, Rike & Bernd.

DANKE für Euren Einsatz und Euren Fleiß – You really made a difference

Der Bericht auf RTL

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