Reisebericht September 2015 (14. bis 23. September)

Die erste Fahrt für die Refugees Foundation begann am 14. September 2015 in Köln, und führte uns nach Hegyeshalom, Röszke und Szeged an der serbischen Grenze.
Es gibt sie doch, die Heinzelmännchen zu Köln. Wir sind stolz, sie zu kennen, und danken jedem und jeder einzelnen von Euch für die Unterstützung, die unser Projekt erfahren hat.

Köln im Oktober 2015

Rückblick:

Bereits Mitte September 2015 – erschüttert durch die Medienberichte über die Zustände an der ungarischen und serbischen Grenze – organisierten vier Menschen, die sich über Flüchtlingshilfegruppen auf Facebook kennenlernten, einen spontanen Spendenaufruf in Köln und Umgebung und planten eine Reise ins Ungewisse.

Mit den gesammelten Spenden – dringend benötigten Hilfsgütern wie Säuglingsnahrung, Verbandszeug, Medikamenten und Decken – machten sie sich mit zwei vollgepackten Kombis auf den Weg in die Transitlager Nickelsdorf/Österreich sowie Hegyeshalom, Röszke und Szeged an der serbischen Grenze.

Durch die kurzfristige Schließung der Grenze mussten zu dieser Zeit 20.000 Menschen eine neue Fluchtroute finden oder -wie die meisten- vor Ort wegen Erschöpfung verharren. Den überwiegend aus Nah-Ost stammenden Flüchtlingen ging es, da sie seit mehr als 30 Tagen ununterbrochen unterwegs waren, sehr schlecht.

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Die gesammelten Spenden des Refugees Foundation e.V., während der Ausgabe, an der Grenze zu Serbien.

Bild Daniela Villeneuve Röszke, Ungarn Durchgangslager

Ein großer Teil der Spenden wurde noch in der Nacht auf Umwegen nach Serbien gebracht. Für die Helfer war es zu gefährlich vor Ort, da Ungarn das Kriegsrecht in den beiden Provinzen verhängt hatte.
Bis 24h mussten wir das Land verlassen haben, da die Grenze vollständig abgeriegelt wurde.

Um den Rückweg sinnvoll zu nutzen, entschieden wir uns, im Quartier des geheimen Kunstsalons in Wien vorbei zu schauen, um dort über unsere Erlebnisse Bericht zu erstatten und die aktuell gesammelten Informationen und Erfahrungen weiterzugeben. In Zeiten der Flüchtlingshilfe können diese für Helfer und Flüchtlinge überlebenswichtig sein.

Fazit: Wir werden weitermachen. Daniela, Heiko, Stefan und Nicole

Und das haben wir getan.

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