Über uns

Die Idee zur Refugees Foundation, „Support for Refugees on the Run“, wurde – ausgelöst durch die aktuelle Flüchtlingskrise im Herbst 2015 – auf der Balkanroute geboren. Der Verein Refugees Foundation e.V. verfügt in der eigenen (geschlossenen) Facebook-Gruppe mit 3000 Mitgliedern (Stand November 2015) über ein enormes Potential.

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Die Community zeichnet sich durch besondere Flexibilität aus. Die hier vertretenen Freiwilligen, darunter Ärzte, Informatiker, Einzelhändler und Freiberufler, unterstützen den Verein in materieller und finanzieller Hinsicht genauso wie durch persönlichen Einsatz. Als es im Oktober 2015 zu einer katastrophalen humanitären Situation an der serbokroatischen Grenze in Berkasovo kam, wurden innerhalb von zweieinhalb Tagen acht Tonnen Hilfsgüter, zwei Ford Transit Kleinlaster, einen 7,5-Tonnen Lastwagen und zwei sechssitzige Fahrzeuge aus der Facebook-Gruppe heraus bereitgestellt.

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Refugees Foundation e.V. verfügt über ein europaweites Netzwerk und versucht, das Leid der Menschen zu lindern, die vor Krieg und Terror fliehen, Kinder liegen dabei besonders am Herzen.

Das Projekt wurde kurz nach der ersten spontanen Hilfs-Reise geboren. Diese führte Mitte September 2015 an die ungarische Grenze (Röszke, Ungarn). Seitdem sind die Teams unermüdlich im Einsatz und sammeln Geld- und Sachspenden, um damit Flüchtlinge und andere Hilfsorganisationen unterstützen zu können.

Ein wesentlicher Teil der Arbeit besteht weiterhin darin, zu den europäischen Außengrenzen zu fahren, oder eben an die Orte, an denen die Menschen auf der Flucht Unterstützung benötigen. Im Oktober 2015 wurden zwei Fahrten unternommen: Einmal mit elf Freiwilligen und einmal mit sieben Freiwilligen, darunter zwei Ärzte.

Die Fahrt Ende November 2015 führte an die Balkanroute. 21 Freiwillige haben teilgenommen, davon zehn Luxemburger, die sich dem Konvoi angeschlossen haben, um von der Erfahrung und dem bereits vorhandenenem Know-how zu profitieren, sowie zwei Kölner, die nach Lesbos flogen, um dringend benötigte Medikamente dorthin zu bringen. Stand Anfang Dezember: Zum Jahreswechsel ist die fünfte Fahrt geplant.

Durch sehr häufig wechselnde Vorgaben, Gesetze und örtliche Gegebenheiten kommt jede dieser Fahrten einem Hochseilakt nahe. Eine enge Zusammenarbeit mit der örtlichen Polizei und dem Militär wird – so weit das möglich ist – besonders gepflegt.

In Anbetracht der aktuellen Flüchtlingslage in Europa ist die Arbeit der Freiwilligen unverzichtbar geworden. Refugees Foundation e.V. hilft frei von sozialen, politischen und finanziellen Interessen einfach nur Menschen auf der Flucht dabei, ihre Situation ein kleines bisschen erträglicher zu machen.

Bei jeder Fahrt verzichten das Team und unsere Helfer auf jede Art von Komfort. Nach vier bis sieben Tagen, wieder zuhause, wird jedem klar, welches Leid die Flüchtlinge erfahren haben müssen, um Haus oder Wohnung, Familie, Freunde und nicht zuletzt ihre Heimat zu verlassen.

Alle Teilnehmer freuen sich über jedes Kinderlächeln, über jede glückliche Mutter, der heile Schuhe gegeben werden konnten, und über jeden Mann, der mit einem Becher heißem Tee ein Lächeln in die Augen gezaubert wurde.
Den Menschen soll das Gefühl zurückgegeben werden, dass sie als Menschen wahrgenommen werden.

Die Fahrten werden so lange fortgesetzt, wie es Menschen gibt, die für sich und Ihre Kinder Sicherheit in der Nähe zum Europäischen Festland suchen. Bürokratie findet dabei keinen, oder eben nur einen kleinen und angemessenen Raum.
Nach den Kriegsflüchtlingen aus Syrien, Afghanistan, dem Irak und Iran werden sich die Ukrainer auf den Weg in eine friedliche Zukunft machen. Und danach werden sich vielleicht die ersten Klimaflüchtlinge auf den Weg nach Europa begeben.

Alle Projekte, die sich der Flüchtlingshilfe auf der Balkanroute annehmen, haben mehr oder weniger das gleiche Ziel: Unterstützen und Helfen da, wo es nötig ist. Dabei unterstützt Refugees Foundation e.V. Organisationen in Köln, und diese unterstützen die Initiative. Es ist eine einmalige Chance, mit vollkommen unbekannten Menschen zusammen zu arbeiten.
Und genau das wird getan. Menschen vernetzen sich, sie setzen sich über soziale, religiöse, wirtschaftliche und kulturelle Verschiedenheiten hinweg. Sie helfen anderen Menschen in akuten Notsituationen.

Die Social Media-Plattform Facebook hat entscheidend dazu beigetragen, dass Menschen, die helfen wollen, zueinander gefunden haben. Die Vernetzung auf Facebook zeigt hier die möglichen Stärken neuer digitaler Technologien.
Ohne Facebook wäre die Flüchtlingshilfe, so wie sie seit wenigen Monaten hier von Refugees Foundation ausgeübt wird, kaum möglich gewesen:
Ein Haus nahe der slowenisch-österreichischen Grenze wurde als Unterkunft zur Verfügung gestellt. Neue Grenzzäune sind wurden bekannt, wenige Stunden, nachdem sie errichtet wurden. Mögliche Grenzübergänge für Fahrzeuge wurden in Minuten mitgeteilt, wenn sie vor geschlossenen Schlagbäumen standen.
Ohne Facebook, Twitter, Email und WhatsApp wäre für viele Menschen die Welt heute eine andere.